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Die 10 unverzichtbaren Accessoires für Gleitschirmpiloten

Was ich bei jedem Flug dabei habe – und was ich bei anderen vermisse. Die 10 wichtigsten Gleitschirm-Accessoires, von einem Fluglehrer, der alles getestet hat.

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Die 10 unverzichtbaren Accessoires für Gleitschirmpiloten

Was ich bei jedem Flug dabei habe (und was ich bei anderen vermisse)

Nach Tausenden von Flügen ist mein Rucksack immer auf die gleiche Weise organisiert. Kein Überflüssiges, nichts vergessen. Hier sind die Accessoires, die ich für unerlässlich halte – mit meinen konkreten Empfehlungen, kein generischer Katalog.

1. Das Vario: Ihre Augen im Unsichtbaren

Ohne Variometer sind Sie taub für Thermik. Es ist das Basisinstrument, das den Flug in etwas Intelligentes verwandelt. Neuere Modelle integrieren GPS, Höhenmesser, Karten – aber ehrlich gesagt, ein gutes akustisches Vario reicht für 90 % der Piloten aus. Wenn Sie Anfänger sind, sind ein Flymaster GPS SD oder ein Compass C-Pilot völlig ausreichend und schonen den Geldbeutel. Streckenpiloten greifen zu umfassenderen Instrumenten wie dem XCTracer oder dem Oudie von Naviter.

2. Der Helm: Nicht der Skihelm

Ich betone: ein EN 966 zugelassener Helm, speziell für den Gleitschirmsport. Kein Fahrradhelm, kein Skihelm, kein Bauhelm. Der Gleitschirmsport hat seine eigenen Aufprallarten (Hinterkopf bei der Landung, Seitenaufprall beim Soaring). Ein zertifizierter Helm kostet zwischen 80 € und 250 €. Der Preis eines Funkgeräts. Und er schützt etwas Unersetzliches.

3. Die Handschuhe: Ihre besten Freunde im Winter

Unter 5°C in der Höhe ist das Fliegen mit bloßen Händen Masochismus. Aber Vorsicht: Zu dicke Handschuhe töten die Sensibilität für die Steuerleinen. Ich empfehle spezielle Gleitschirmhandschuhe (Supair, Niviuk) oder, falls nicht vorhanden, dünne Winter-Fahrradhandschuhe. Der Kompromiss zwischen Wärme und Sensibilität ist die ganze Frage.

4. Der Windbreaker: Ihre Überlebensdecke

Auf 2.000 m kann die Temperatur im Vergleich zum Boden um 15°C fallen. Ein technischer Windbreaker, der in die Handfläche passt, kann einen mühsamen Flug in einen angenehmen Moment verwandeln. Ich starte nie ohne, selbst im Sommer. Im Sommer, besonders – Aufwinde können Sie viel höher bringen als erwartet.

5. Die Schuhe: Knöchelhoch, nicht verhandelbar

Die Gleitschirmlandung ist ein Lauf mit 15 km/h im Gras (im besten Fall). Ungeschützte Knöchel bedeuten eine Verstauchung, die auf Sie wartet. Leichte knöchelhohe Wanderschuhe sind das Minimum. Und wenn Sie Hike & Fly machen, sind Ihre Aufstiegsschuhe gleichzeitig Ihre Flugschuhe – zwei Probleme auf einmal gelöst.

6. Das Funkgerät: Kein Gadget

Beim Streckenflug ermöglicht das VHF-Funkgerät, andere Piloten zu warnen, mit dem Rückholer zu kommunizieren und ein Problem zu melden. In der Flugschule ist es die Verbindung zu Ihrem Fluglehrer am Boden. Selbst bei lokalen Soloflügen ist ein geladenes und auf der Platzfrequenz eingeschaltetes Funkgerät eine Sicherheitsgewohnheit, die Ihnen eines Tages das Leben retten kann.

7. Ein guter Packsack: Kein Müllsack

Im Ernst, wie viele Piloten ich sehe, die ihren Schirm in einen formlosen Wanderrucksack stopfen... Ein gut durchdachter Gleitschirmsack schützt Ihren Schirm vor Beschädigungen, verteilt das Gewicht auf Ihre Hüften und lässt sich beim Start leicht öffnen. Wenn Sie 3.000 € in einen Schirm investiert haben, verstauen Sie ihn nicht in einem 15 €-Sack.

8. Wasser: Trinken Sie, bevor Sie Durst haben

In der Höhe ist die Luft trocken. Dehydration tritt schnell ein und beeinträchtigt Konzentration und Entscheidungsfindung. Ein 1,5-Liter-Trinksystem mit zugänglichem Schlauch ist für Flüge über 45 Minuten obligatorisch. Und glauben Sie mir, wenn Sie in einer Thermik auf 3.000 m festsitzen und keine Möglichkeit zur Landung haben, werden Sie froh sein, trinken zu können.

9. Die Karabiner: Die Teile, über die niemand spricht

Ihre Karabiner zur Verbindung von Schirm und Gurtzeug sind die einzigen Teile, die Sie physisch mit Ihrem Flügel verbinden. Sie müssen zertifiziert, verriegelt und vor jedem Flug überprüft werden. Ein Karabiner, der sich versehentlich im Flug öffnet... ich lasse Sie sich das vorstellen. Bevorzugen Sie Karabiner mit automatischem Verschluss. Und wechseln Sie sie alle 5 Jahre oder sobald sie Anzeichen von Verschleiß zeigen.

10. Das Ding, das niemand in seinen Packsack steckt

Eine Pfeife. Ja, eine Pfeife. Wenn Sie in einem unzugänglichen Gebiet notlanden, verletzt sind und kein Netz auf Ihrem Telefon haben, ist eine Pfeife Hunderte von Metern weit zu hören. Sie wiegt 5 Gramm, kostet 2 €, und kann Rettungskräfte alarmieren. Ich habe sie seit 1998 an meinem Gurtzeug befestigt und nur einmal benutzt – aber dieses Mal hat es sich gelohnt.

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Fliegt sicher,
Cyrille MARCK und das Rid'Air/CEM Team

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