Vorfeld-Check vor der Saison: Die Kurzliste
Zehn Minuten Gurt-Check vor dem Transport zum Flugfeld genügen. Fokus auf die kritischen Komponenten für den Einsatz in der Luft, ohne den gesamten Rettungsschirm auspacken zu müssen.
Auslösegriffe und Nadel: Freilegung und Ziehprobe
Die Griffe müssen in einem Griff erreichbar sein, ohne unter Gurten suchen zu müssen. Ziehen Sie die Testzüge: Sie müssen sich leicht und ohne Widerstand bewegen. Bei Doppelfrachtsystemen prüfen Sie, ob Haupt- und Reservegriffwege frei liegen. Die Nadel kommt in ein separates Fach oder an einen festen inneren Befestigungspunkt. Unter Stress zählt die Muskelmemory: Suchen kostet Zeit.
Bänder und Befestigungen: Verschleiß und Prüfung
Haltebänder und Gummis sind UV-Strahlung, Kälte, Druck und Reibung ausgesetzt. Prüfen Sie jedes Stück einzeln: Mikrorisse, nachlassende Elastizität oder sichtbare Fäden erfordern den Austausch. Achten Sie auf die Befestigungspunkte an den Gurten: Karabiner komplett geschlossen, keine scharfen Kanten an den Gurten. Ein defektes Band kann die Öffnung verzögern.
Falt-Datum und Einarbeitung
Lesen Sie das Datum im Faltprotokoll oder auf dem Innenschild nach. Über das theoretische Haltbarkeitsdatum hinaus bestimmt die Einlagerungsqualität das Verhalten im Flug. Feucht, stark komprimiert oder falsch gefaltete Schirme verlieren an Zuverlässigkeit. Wenn das letzte Falten mehrere Monate zurückliegt, prüfen Sie Ihre Flugroutine und Erschöpfung vor dem Start. Nutzen Sie individuelle Einweisung, um Ihre Sicherheitsmargen an die aktuellen Bedingungen anzupassen. Der Faltzustand bleibt die technische Grundlage für einen zuverlässigen Notfallauslösungsprozess.
Dieser Schnellcheck beseitigt Hindernisse vor dem Start. Sicherheit wird am Boden vorbereitet: Material, Können und Erschöpfungslage prüfen. Vorsichtig, schrittweise und realistisch bleiben, mit Sicherheitsmargen, die sich an der Tageswetterlage orientieren.
Fly safe,
Cyrille MARCK und das Rid'Air/CEM-Team